Das Verhältnis zwischen Religionsgemeinschaften und den Menschenrechten war schon immer ambivalent: Verträgt sich das Prinzip der Religionsfreiheit mit dem Wahrheitsanspruch der monotheistischen Religionen? – Der bekannte Religionssoziologe Hans Joas, Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin, widerspricht in diesem Zusammenhang einer viel diskutierten These von Jan Assmann: «Ein religiöser Wahrheitsanspruch ist als solcher nicht mit Gewaltbereitschaft verbunden», meint Joas. Benno Bühlmann sprach mit Hans Joas anlässlich einer internationalen Tagung zum Thema «Menschenrechte und Religionen» an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern.

 

In einer Aussendung des Vorstands des „Österreichischen religionspädagogischen Forums“ (ÖRF) vom 18.12.2015 wird auf die Herausforderung für die Schulen durch die steigenden Flüchtlingszahlen hingewiesen sowie auf die Religion als wichtigem Aspekt schulischer Integrationsmaßnahmen. Im Folgenden der Wortlaut der Aussendung, gezeichnet von Andrea Lehner-Hartmann (Wien)

Vernetzungen zwischen rigiden (oft privaten) sich christlich verstehenden Gruppen und Medien mit Gruppen und Medien der Intellektuellen Rechten lassen sich schon lange im Internet beobachten. Der Frage, warum bestimmte Frömmigkeitsstile und extrem rechte Einstellungen offenbar miteinander harmonieren, geht Sonja Angelika Strube (Universität Osnabrück) wissenschaftlich nach.[1]

Der jüdisch-katholische Dialog erlebt 50 Jahre nach Nostra Aetate einen Schub durch zwei Dokumente, die fast zeitgleich erscheinen: eines von orthodoxen Rabbinern unterzeichnet, das andere heute, am 10. Dezember, in Rom. Der Jesuit Christian M. Rutishauser (Zürich), Provinzial der Schweizer Jesuitenprovinz und Experte im christlich-jüdischen Dialog, analysiert diese beiden Texte.