Interreligiöser Dialog steht mittlerweile auch auf politischen Agenden. Dies wirft wiederum Fragen für die Religionsgemeinschaften auf. Regina Polak, seit vielen Jahren im interreligiösen Dialog engagiert, gibt Einblicke in aktuelle Diskussionen. Im WS 2020-21 gibt es auf ihre Initiative hin in der Lehre mehrerer Fakultäten der Universität Wien einen Schwerpunkt zum interreligiösen Dialog zwischen den abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam, konzentriert in einer Ringvorlesung.

Der französische Philosoph Jacques Derrida (1930-2004) wäre am 15. Juli 2020 90 Jahre alt geworden. Sein Denken der De-konstruktion, der »Entlarvung von Konstruktionen«, ist Zeit seines Lebens mit zahlreichen Vorurteilen bedacht worden. Insbesondere im deutschsprachigen Raum wurde dabei allerdings übersehen, dass in Derridas Relecture der abendländischen Kultur- und Geistesgeschichte zugleich Elemente und Kriterien dieses Erbes erkennbar wurden, die gerade in politischer Hinsicht zukunftsträchtig sind – so die These von Peter Zeillinger (Wien).

Am 6.7.2020 feiert der aktuelle 14. Dalai Lama seinen 85. Geburtstag. Der Religionswissenschafter Gerald Hödl (Wien) geht auf Spurensuche: Welche Rollen hat ein Dalai Lama zu erfüllen? Was sind die spezifischen Errungenschaften von Lhamo Thöndup (Geburtsname) bzw. Tenzin Gyatso (Mönchsname) als Dalai Lama? Über die besondere Leistung, die ihm den Friedensnobelpreis gebracht hat.

Die Ereignisse rund um die Petitionsübergabe «Solidarität mit Dr. Martin Kopp» am 18. Juni 2020 in Chur zeigen exemplarisch, wie die Kommunikationsstrategie des Ordinariats funktioniert. Die interne Kommunikation ist von autoritären Strukturen bestimmt; in der externen Öffentlichkeitsarbeit geben sich der Apostolische Administrator, Peter Bürcher, und seine Mitarbeitenden hochwirksam und mit allen Wassern der modernen PR gewaschen – so die Analyse von Charles Martig. In seinem Beitrag zeigt er, was das für die Kommunikation im Bistum bedeutet.