Rund um Ostern hat die Inszenierung „Die Passion“ auf RTL in den Feuilletons und sozialen Medien für heftige, hochemotionale Diskussionen gesorgt. Mirella Klomp hat „The Passion“ in den Niederlanden in den letzten Jahren empirisch erforscht. Mit etwas Abstand zu den Debatten spricht sie über die Präsenz von Religion in einer säkularen Gesellschaft und Gottes Spiel mit den Menschen.

Es gibt biblische Textstücke, Motive und Figuren, die in der Rezeptionsgeschichte des Christentums eine Zentralität erlangt haben, die sie in ihrem ursprünglichen Textzusammenhang nicht hatten. Dazu gehört auch die Jungfräulichkeit Mariens. Sie verdankt ihre steile Karriere der intellektuellen Glanzleistung der Inkulturation hebräischer Texte in griechisches Denken. Von Irmtraud Fischer. Wiedergelesen.