Michael Hartmann greift in seinem Beitrag „Elitenförderung – die Herkunft wird belohnt“ das System der Begabtenförderung in Deutschland scharf an: „Die Starken hätten es nicht nötig, werden aber gefördert.“ Und: „Wo Leistung draufsteht, ist Herkunft drin – schon in der Schule.“ Eine Replik von Annette Julius, Generalsekretärin der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Arnd Henze hat Mitte Oktober für die ARD die Veröffentlichungen von Carsten Rentzing in der rechtsextremen Zeitschrift „Fragmente“  öffentlich gemacht. Wenige Tage vor der Synode der sächsischen Kirche und der erwarteten Stellungnahme des zurückgetretenen Bischofs ordnet er für feinschwarz.net die Texte und die Reaktionen auf den Rücktritt ein.

In dem Wunsch nach einer Segnung für gleichgeschlechtliche Paare sieht Ruben Schneider eine „anti-emanzipatorische Assimilation an ein heteronormatives System“. Jens Ehebrecht-Zumsande erwidert der queeren Kritik an Segnungsfeiern von Ruben Schneider und wirbt für einen positiven Blick auf die Segnung von Andersheit.

Die Wiener Autorin Raphaela Edelbauer hat mit ihrem Debut-Roman „Das flüssige Land“ eine finstere Erzählung über die Frage von Schuld und Vergangenheit geschrieben. Dabei spricht die Erzählung nicht nur österreichische Themen und Abgründe der Geschichtsbewältigung an, sondern stellt weitaus universellere Fragen. Der Theologe Stefan Weigand zeigt, dass der Roman auch Mechanismen von Schuldverstrickung in der Kirche offenbart.

Der Quellcode religiöser Traditionen ist unhintergehbar freigegeben. Gebet ist nicht nur auf kirchliche Handlungsräume beschränkt. Vor 4 Jahren hat Navid Kermani in einer Rede in der Frankfurter Paulskirche zum Gebet aufgerufen. Michael Schüßler analysiert, dass das, was dann kam, ebenso umstritten wie symbolträchtig war. Ein Aufruf zum Gebet, der Fragen hinterlässt. Wiedergelesen

Mit feinem Gespür für literarische und theologische Tonlagen ehrt Georg Langenhorst einen der großen Intellektuellen unter den gegenwärtigen Christ*innen des deutschen Sprachraums: Heinrich Detering. Da ist einer, der sich nicht auf die sichere Position des Beobachters und Kritikers zurückzieht, sondern sich auch selbst auszusetzen wagt – mit Bekenntnissen, theologisch wie literarisch.