Immer mehr Klöster, Kaplaneien, Pfarrhäuser und Kirchen werden leer. Dramatisches passiert mit der Sakrallandschaft im deutschsprachigen Europa, und nicht nur hier. Regula Grünenfelder ist überzeugt, dass diese Gebäude auch in Zukunft für das Gemeinwesen wichtig sind und regt an, theologisch über das Ende der christlichen Mehrheitsgesellschaft hinaus zu denken.

Die Vereinten Nationen haben den 6. Februar zum Gedenk- und Aktionstag gegen weibliche Genitalverstümmelung erklärt. Wie kann man aber darüber sprechen? Ein tschechischer Osterbrauch hat Petra Dankova sensibilisiert. Sie ist seither häufig mit weiblicher Genitalverstümmelung in Kontakt gekommen und geht den komplexen Vulnerabilitäten auf die Spur, die bei diesem Thema präsent sind.

Sexueller und geistlicher Missbrauch lassen die Abgründe menschlicher Existenz bewusst werden. Maria Elisabeth Aigner plädiert dafür, dass die katholische Kirche nicht nur mit ihrer sexualfeindlichen Geschichte aufräumt, sondern sich auch an ihre Bußpraxis erinnert. feinschwarz.net führt damit die Auseinandersetzung mit der Missbrauchsthematik im Vorfeld der vatikanischen Konferenz im Februar fort.

Wie soll sich der Staat gegenüber den Religionsgemeinschaften in Zeiten religiöser Individualisierung und Pluralisierung verhalten? Aus der Schweizer Perspektive, aber mit Relevanz auch für andere religionsrechtliche Situationen reflektiert Daniel Kosch, Generalsekretär der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz, die vielfältigen Implikationen des Anerkennungsbegriffs.

Das Bedürfnis nach Sicherheit und Ordnung verleitet viele zur Unterstützung patriarchaler Politiker und zum Besuch patriarchaler Gotteshäuser. Auch viele Frauen. Katharina von Kellenbach erinnert an einen Gegenentwurf: Mary Dalys radikale, biblisch-fundierte feministische Theologie. Denn die Macht der Liebe ist weder patriarchal, pompös noch  prachtvoll.