Stefan und Claudia Gärtner haben ein theologisches Buch über die Zeit geschrieben – und dies aus der Perspektive der Kunst. Viera Pirker hat sich in „Was die Stunde schlägt“ vertieft und blickt anhand von Kunstwerken auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Und sie kontrastiert dies mit den Zeiterfahrungen der Coronazeit.

Anlässlich des 100. Geburtstags von Paul Celan am 23.11.2020 skizziert Jan-Heiner Tück biographische Momente, ausgehend von einzelnen Gedichten. Viele Gedichte von Paul Celan üben anamnetische Solidarität mit den Toten. Sie wollen den unbestatteten Opfern der Shoah einen Erinnerungsort in der Sprache geben. Tück deutet sie als poetische Kenotaphe.

Geschichte ist konkret. Die Zeithistorikerin Ursula K. Mindler-Steiner beschreibt am Beispiel des österreichischen Burgenlandes, was vor 82 Jahren in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 an Entrechtung, Enteignung, Verwüstung und Entweihung geschah und was zuvor bereits geschehen war – mit Folgen bis heute.

In seiner Enzyklika Fratelli tutti hat Papst Franziskus den erstarkenden Nationalismus in vielen Ländern heftig kritisiert. Er sei ein gesellschaftlich-politisches Gift, das vielfältiges Elend hervorbringe, namentlich die Ausgrenzung und Unterdrückung ganzer Bevölkerungsgruppen. So klar hat noch kein Pontifex zuvor gesprochen. Mit einer Ausnahme: Pius XI. Er sah im Nationalismus die Triebfeder schlechthin für den rassischen Antisemitismus, namentlich in NS-Deutschland. So die Recherche von Klaus Kühlwein.

Heute am 3.11.2020 wählt die USA ihren nächsten Präsidenten. Der USA-Kenner Andreas G. Weiß analysiert die Lage in den USA unmittelbar vor den Wahlen. In einem Mix aus politischen, sozialen und gesellschaftlichen Horrorszenarien sowie quasi-erlösenden Zukunftshoffnungen stellen sich zwei Erlöserfiguren der Wahl.

Der Pastoralraum Basel-Stadt nahm sich im September Zeit für einen Rückblick auf den Lockdown im Frühling 2020. MitarbeiterInnen aus Katechese, Pfarreien, Spezialseelsorge, Jugend- und Sozialarbeit erzählten über ihre Erfahrungen und teilten miteinander Inspirationen und Deutungsangebote, die sie durch die Zeit getragen hatten. Ein Beitrag von Kerstin Rödiger.